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Kaffee und Gesundheit

Wussten Sie, dass...

...15 Milliarden Kaffeebäume, 10 Millionen Hektar Anbaufläche, 14 Milliarden € Volumen an Rohkaffee, zweitwichtigster Rohstoff nach Erdöl, 120 Millionen Säcke a 69 Kilo, pro Baum werden durchschnittlich 500 g Kaffee geerntet.
auf 1 Kilo gerösteten Kaffee in Deutschland 2,16 € Kaffeesteuer erhoben werden.

Weitere Fakten...

Kaffee und Gesundheit

15 Fakten über Kaffee

An dieser Stelle ist es Zeit mit gängigem Halbwissen über Kaffee aufzuräumen;
allein die Aufzählung der Fakten zeigt, dass Kaffee ein hochwertiges und gesundheitsförderndes Lebensmittel ist.
Dennoch halten sich irgendwelche Mythen hartnäckig - sie halten aber keiner der bisher angestrengten wissenschaftlichen Studien stand:

1. Kaffee entzieht dem Körper kein Wasser

1. Kaffee entzieht dem Körper kein Wasser

Kaffee ist ein Getränk wie jedes andere und kann in die Flüssigkeitsbilanz normal eingerechnet werden. Durch das Koffein gibt es eine harntreibende Wirkung - aber dies ist ein vorübergehender Effekt der durch Gegenreaktionen in den Nieren ausgeglichen wird.

2. Kaffee beugt Diabetis vor

2. Kaffee beugt Diabetis vor

Kaffeekonsum hat eine eindeutig gegenläufige Beziehung zu Diabetis Typ 2. Dies steht nicht mit dem Koffeein im Zusammenhang; vielmehr sind andere Inhaltsstoffe wie Chlorogensäuren für diesen Schutzeffekt verantwortlich.

3. Kaffee macht nicht süchtig

3. Kaffee macht nicht süchtig

Kaffee ist auch keine Droge - obwohl er bis 2004 als Dopingmittel beim IOC auf der roten Liste stand.
Was es aber gibt ist ein sinnliches, wohliges verlangen nach Kaffeegenuss - eine Art wunderschöner Gewohnheit. Kaffeeentzug, nach gewohnheitsmässigem langen Genuss, kann zu Müdigkeit, Kopfschmerzen und vermehrt gedrückter Stimmung führen.

4. Kaffee ist nicht schlecht für den Blutdruck

4. Kaffee ist nicht schlecht für den Blutdruck

Allgemein bekannt ist dass Kaffee den Blutdruck erhöht - dies aber nicht krankheitsrelevant - die Ursachen dafür liegen woanders.
Auch Patienten mit medikamentös gut eingestellten erhöhten Blutdruckwerten dürfen Kaffee trinken. Entgegen der landläufigen Meinung wird der Pulsschlag dadurch nicht erhöht - im Gegenteil er verlangsamt sich sogar im Zuge der leichten Blutdruckerhöhung.

5. Kaffee ist gut fürs Herz

5. Kaffee ist gut fürs Herz

Kaffee erhöht weder das Risiko für Herzinfarkt, die Neigung zu Herzrhythmusstörungen noch die Gefährdung durch einen Schlaganfall.
Langzeitstudien beweisen sogar einen positiven Einfluss des Kaffee auf diese Krankheitsarten - dabei haben mehr als 80.000 Menschen in verschiedenen Ländern teilgenommen.
Fazit: Kaffeetrinken und Herz/Kreislauf-Krankheiten stehen in keinem Zusammenhang.

6. Kaffee ist nicht Cholesterin fördernd

6. Kaffee ist nicht Cholesterin fördernd

Kaffee erhöht den Cholesterinspiegel - dies ist bekannt - die Fettbegleitstoffe, die im Kaffee enthalten sind, sind dafür verantwortlich. Der Einsatz von Filterpapier bei der Zubereitung hält diese Begleitstoffe zurück - somit kann man durch die in Deutschland am häufigsten eingesetzte Brühmethode, einen direkten Einfluss fast ausschliessen.

7. Koffein und sein Wirkung

7. Koffein und sein Wirkung

Koffein - der wohl entscheidendste und wichtigste Inhaltsstoff - hat sowohl segensreiche Wirkung als auch unangenehme Eigenschaften. Diese sollen kurz näher beleuchtet werden:

Der Anteil an Koffeein im Kaffee ist abhängig von der Bohne (Robusta enthält doppelt soviel koffein als Arabica).
Koffein ist ein Gegenspieler zum hemmenden Botenstoff Adenosin, der in fast allen Organen des Körpers vorkommt. In der Wirkung verdrängt das Koffein das Adenosin - Lernfähigkeit und Bewegungsdrang nehmen zu - die Müdigkeit verschwindet.
Innerhalb kürzester Zeit wird das Koffein vom Körper aufgenommen und wirkt in fast allen Organen - einschließlich des Zentralnervensystems (15 - 45 min).
Körpergewicht und Bewegung sind ohne Einfluss auf den Abbau des Koffein. Alkohol verlangsamt; Rauchen beschleunigt den Abbau von Koffein im Körper.

Im Vergleich: Was enthält wieviel mg Koffein:

1 Tasse Kaffee100 - 120 mg
1 Tasse Espresso60 - 80 mg
1 Glas Tee20 - 50 mg
1 Dose Energydrink80 mg

8. Kaffeegeschmack

8. Kaffeegeschmack

Kaffe ist die wichtigste Quelle für Chlorogensäuren. Sie tragen zum Säuregehalt und damit zum guten Geschmack des Kaffee bei.

9. Kaffee als Mittel für Erhalt geistiger Fähigkeiten

9. Kaffee als Mittel für Erhalt geistiger Fähigkeiten

Kaffeegenuss wirkt sich im Alter auf den Erhalt geistiger Fähigkeiten günstig aus. Langzeitstudien haben dies bei über 70jährigen Kaffeetrinkern und Kaffeeabstinenzlern eindeutig bewiesen.

10. Kaffee wirkt verdauungsfördernd

10. Kaffee wirkt verdauungsfördernd

Kaffee wirkt verdauungsfördend; hier spielt insbesonere der Einfluss auf die Darmperistaltik und die Wirkung auf die glatte autonome Muskulatur eine Rolle. Landläufig besteht die Meinung, dass Kaffeegenuss Magenprobleme verursacht: Dies ist so nicht korrekt, da in den meisten Fällen bereits eine vorbestehende funktionelle Störung vorlag. Gleichwohl regt Kaffee eine verstärkte Magensäuresekretion an.

11. Kaffeegenuss in der Schwangerschaft

11. Kaffeegenuss in der Schwangerschaft

Auf Kaffeegenuss sollte in der Schwangerschaft und in der Stillperiode gänzlich verzichtet werden. Neben einem erhöhten Risiko zu Fehlgeburten baut sich auch das Koffein verlangsamt ab: Normal sind 2 - 6 Stunden - hier bis zu 15 Stunden! Dieser langsamere Abbau und der Übertritt des Koffein in die Muttermilch, führt auch beim Säugling durch den erheblich verzögerten Koffeinabbau zu Unruhezuständen und Schlafstörungen.

12. Koffeinvergiftung

12. Koffeinvergiftung

Koffeinvergiftungen kommen nur bei Personen vor, die die Absicht der Selbsttötung haben. Die lethale Dosis von Koffein liegt bei umgerechnet ca. 50 - 100 Tassen gleichzeitig getrunkenen Kaffee - ca. 5 - 10 g reines Koffein.

13. Entkoffeinierter Kaffee

13. Entkoffeinierter Kaffee

Ein Wort zu entkoffeiniertem Kaffee: Wir wollen ihn nicht verteufeln; aber Hintergründe zu kennen ist wichtig. Gewöhnlich kommt mit Dichlormethan ein organisches Lösungsmittel, das im Verdacht steht krebserregend zu sein, beim  Extrahieren des Koffein zum Lt. EU - richtlinien ist dies sogar zugelassen; die Grenzwerte liegen angeblich im "niedrigen Bereich".

Doch Grenzwerte hin oder her: Der Kaffee ist belastet mit Resten von Chemikalien und nicht zuletzt ist der geschmack und das Aroma zum Grossteil verloren.

Besser ist es einen Hochlandkaffee aus Äthiopien zu nehmen; die Kaffeepflanzen müssen dort aufgrund der Höhenlage und den wenig vorkommenden tierischen Schädlingen naturgemäss weniger Koffein als Abwehrstoff ausbilden.

Sie sollten wissen: auch entkoffeinierter Kaffee enthält eine Restmenge an Koffein.......

Das aus dem kaffee gewonnene Koffein wird übrigens an die Arzneimittelindustrie und an Getränkehersteller weiter vermarktet. Der Ertrag ist oft höher als beim Verkauf von Kaffee selber. Auch hier: Reines Marketing und das Ausnutzen der Unwissenheit der Kunden.

14. Schadstoffe im Kaffee?

14. Schadstoffe im Kaffee?

Gibt es Schadstoffe im Kaffee? Ja, aber deutlich unter den zulässigen grenzwerten. Acrylamid entsteht beim Rösten; Kohlenhydrate und Eiweisse reagieren miteinander - ähnlich wie beim Grillen von Fleisch, beim Fritieren von Pommes frites oder dem Rösten von Brot - jedoch beim Kaffee weit unter den vergleichbaren Werten anderer Lebensmittel. Ochratoxin kann bei unsachgemässer und unsauberer Handhabung des rohkaffee entstehen. Im Volksmund: Schimmelpilz. Die Sporen werden durch das Rösten zum grössten Teil zerstört.

15. Kaffee als Heilmittel

15. Kaffee als Heilmittel

Kaffee und Krankheiten in Stichworten:

Kaffeegenuss hilft bei ersten Anzeichen von Kopfschmerzen.
Kaffee reduziert das Risiko von morbus parkinson.
Koffein erweitert die Atemwege und hilft so bei atembeschwerden und leichtem Asthma.
Kaffee kann die Neigung zu Sodbrennen verstärken.
Kaffee fördert nicht das Autreten von Geschwüren im Magenbereich und im Zwölffingerdarm.
Kaffeetrinker müssen seltener an "Gallensteinen" operiert werden.
Kaffeegenuss reduziert das Risiko von Leberzirrhose und Leberkarzinomen.